Fliese und Fuge sind nicht wasserdicht
Fliesen nehmen kaum Wasser auf, die zementären Fugen dazwischen schon. Durch feine Risse und Fugen gelangt Feuchtigkeit hinter den Belag. Ohne Abdichtung zieht sie in Wand und Estrich. Schäden zeigen sich oft erst nach Jahren, dann aber teuer.
Die Verbundabdichtung
Im Nassbereich kommt eine Abdichtung direkt unter den Fliesenkleber, flüssig aufgetragen oder als Bahn. Sie verbindet sich mit dem Belag, daher der Name Verbundabdichtung. Die Regeln dafür stehen in der Norm DIN 18534 für Innenräume.
Die Schwachstellen
- Ecken und Übergänge: Hier kommen Dichtbänder in die Abdichtung.
- Rohrdurchführungen: Jede Armatur bekommt eine Manschette.
- Abläufe: Der Ablauf wird mit einem Flansch eingebunden.
- Bewegungsfugen: Übergänge zwischen Wand und Boden brauchen eine dauerelastische Fuge.
Wo abgedichtet wird
Abgedichtet werden Flächen, die regelmäßig nass werden: der Duschbereich an Wand und Boden, der Bereich um die Badewanne und bei bodengleichen Duschen der Boden im Umfeld. Wie weit, hängt davon ab, wie stark eine Fläche beansprucht wird.
Silikon ist eine Wartungsfuge
Silikonfugen in Ecken gleichen Bewegungen aus. Sie halten aber nicht ewig und sollten alle paar Jahre geprüft und erneuert werden. Ist die Abdichtung darunter in Ordnung, ist eine gerissene Silikonfuge ärgerlich, aber kein Schaden.
Fragen und Antworten
Woran erkenne ich, dass die Abdichtung kaputt ist?
Typische Zeichen sind lose oder hohl klingende Fliesen, dunkle Fugen, die nicht mehr trocknen, Stockflecken an der Wand dahinter oder Feuchte in der Decke darunter.
Muss beim Überfliesen neu abgedichtet werden?
Im Nassbereich ja. Die neue Abdichtung kommt auf den vorbereiteten alten Belag.
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